Scope 3 in Großunternehmen: Warum zeigen die Millionenausgaben für die Dekarbonisierung der Lieferkette keine Wirkung? [Bericht und TCO-Analyse] 📊📉
Für die meisten großen Unternehmen und Konzerne ist die Umsetzung der CSRD-Richtlinie zum entscheidenden Moment geworden. Die größte Herausforderung stellte sich als die Berichterstattung und Reduzierung der Emissionen im Bereich Scope 3 (Wertschöpfungskette) heraus, der für mehr als 70 % bis zu sogar 90 % des gesamten CO₂-Fußabdrucks einer Organisation verantwortlich sein kann.
Auf der Suche nach Emissionsreduktionen investieren Unternehmen heute massiv in komplexe und äußerst kostspielige Projekte. Ist das richtig? Werfen wir einen Blick auf die Alternativen zur Dekarbonisierung von Scope-3-Emissionen, die derzeit vom Markt vorangetrieben werden, und stellen wir sie dem einfachsten, bisher vernachlässigten operativen Hebel gegenüber.
💰 Teure Alternativen: Wie viel kostet die Dekarbonisierung von Unternehmen?
Die meisten Strategien zur Reduzierung der Scope-3-Emissionen stützen sich auf drei sehr kapitalintensive Bereiche:
- Modernisierung der Fuhrparks von Subunternehmern (E-Mobilität & Wasserstoff): Die Unternehmen drängen die Logistikunternehmen dazu, ihre Fuhrparks durch elektrisch oder mit Wasserstoff betriebene Lkw zu ersetzen.
- Vorgabe zur Verwendung von Biokraftstoffen (HVO100): Einige Unternehmen entscheiden sich für Zuschüsse für den Transport mit alternativen Kraftstoffen wie HVO (Hydrotreated Vegetable Oil).
- Audits und IT-Systeme zur Lieferantenkartierung: Die Bereitstellung von Hunderttausenden Euro für Softwareplattformen, die den CO₂-Fußabdruck jeder einzelnen Komponente bei Hunderten von Zulieferern nachverfolgen sollen.
Fazit? Unternehmen investieren Millionen in Methoden, die kompliziert, teuer und beim derzeitigen Stand der Technik oft ineffizient sind. Dabei übersehen sie jedoch das Element, das jede dieser Lieferketten physisch zusammenhält: den Ladungsträger.
🪵 Ein blinder Fleck beim Einkauf: Das Paradoxon der Holzpalette
Werfen wir einen Blick auf die Einkaufsstruktur der meisten großen Produktions- und Vertriebsunternehmen. Aufgrund von Verschleiß, Beschädigungen und Verlusten kaufen diese Unternehmen jeden Monat neue Holzpaletten – in riesigen Mengen, die sich auf Tausende von Stück belaufen.
Aus buchhalterischer und ökologischer Sicht handelt es sich um eine enorme, sich wiederholende Verschwendung. Holz wird in der Logistik fast wie ein Einwegprodukt behandelt. Schlimmer noch: Die weit verbreitete Annahme, dass dieser natürliche Rohstoff emissionsfrei sei, ist ein Mythos. Eine vollständige Ökobilanz (LCA) belegt etwas ganz anderes.
📉 Konkrete Daten aus dem LCA-Bericht für das Modell MW01 / MW01-R
Im Auftrag von Libra Partners hat die Plattform Envirly eine zertifizierte Untersuchung des ökologischen Fußabdrucks des Produkts durchgeführt (gemäß den strengen Normen ISO 14040, ISO 14044 und ISO 14025). Die Ergebnisse zeigen eindeutig, warum der rotierende Holzeinkauf die ESG-Kennzahlen beeinträchtigt:
- CO₂-Fußabdruck des Materials (pro m³): Die Herstellung und Entsorgung einer Standard-Holzpalette verursacht 405 kg CO₂-Äquivalent. Im Vergleich dazu verursacht unsere Recycling-Palette (Modell MW01) nur 181 kg CO₂-Äquivalent. Das entspricht einer direkten Emissionsreduktion von 55,3 %!
- Leistungsanalyse über 100 Zyklen: Die Lebensdauer der Kunststoffpalette aus HDPE-Regranulat wird auf mindestens 10 Jahre geschätzt (sie ist bis zu zehnmal widerstandsfähiger als Holz). Über einen Zeitraum von 100 Logistikzyklen betragen die mit der Nutzung der MW01-Palette verbundenen Emissionen lediglich 55,2 kg CO₂eq, während der ständige Neukauf, die Reparatur und der Umlauf von Holzpaletten bis zu 124,8 kg CO₂eq verursachen.
Ein weiterer Vorteil, der sich auf die Transportphase (A4) auswirkt, ist das Eigengewicht. Das technische Datenblatt (TDS) des Modells MW01 gibt ein Gewicht von nur 9 kg an (bei einer gemäß ISO 8611 zertifizierten statischen Tragfähigkeit von bis zu 3000 kg und einer Regaltragfähigkeit von 750 kg). Eine klassische Holzpalette wiegt ca. 24 kg. Durch den Ersatz von Holz durch Kunststoff von Libra Partners lässt sich jeder Transport um Hunderte von Kilogramm leichter gestalten, was den Kraftstoffverbrauch der Lkw direkt senkt.
🎯 Der einfachste und kostengünstigste Schritt in der ESG-Strategie für das kommende Jahr
Wenn Ihr Team gerade dabei ist, das Budget und die Nachhaltigkeitsziele für das nächste Geschäftsjahr zu planen, sollte die Umstellung der Palettenflotte von Holz auf Kunststoff im geschlossenen Kreislauf (interner Pool oder dedizierter externer Pool) eine Priorität sein, die sich leicht umsetzen lässt.
Warum?
- Keine Investitionen für die technologische Revolution: Sie müssen weder Elektro-Lkw kaufen noch für teure Biokraftstoffe aufkommen. Sie wechseln lediglich den Energieträger im Rahmen der bestehenden Prozesse.
- Optimierung der Gesamtbetriebskosten (TCO): Sie verschwenden nicht mehr jeden Monat Ihr Budget für Tausende neuer Holzpaletten, die sofort an Wert verlieren und in den Hallen kaputtgehen. Sie investieren in ein langlebiges Gut (HDPE), das wir nach Jahren der Nutzung zu 100 % von Ihnen zurückkaufen und wiederverwerten.
- Echte Kreislaufwirtschaft (Circular Economy): Sie erfüllen nicht nur die Anforderungen zur Emissionsreduzierung, sondern auch die bevorstehenden Auflagen der PPWR-Verordnung hinsichtlich der Gestaltung von Verpackungen im Hinblick auf Recycling und Wiederverwendung.
Unser LCA-Zertifikat ist ein fertiges Auditdokument. Sie müssen die Emissionen nicht „nach Augenmaß“ schätzen oder weitere Berater hinzuziehen. Wir liefern präzise Emissionsdaten, die Ihre ESG-Abteilung einfach als handfeste, dokumentierte Nachweise für die Reduzierung der Scope-3-Emissionen in den nichtfinanziellen Bericht einfügen kann.
Anstatt nach komplizierten und kostspieligen Lösungen zu suchen, sollten wir bei den Grundlagen ansetzen, die täglich in Ihrem Lager im Einsatz sind. Lassen Sie uns über eine Prüfung der Kosten- und Emissionseffizienz Ihrer Logistikträger sprechen.
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